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Nebelwald
Nebelwald in 1500 m Höhe in den Sacranix Bergen. Foto/©: K. Eisermann.

Vogelbeobachtung in den Sacranix Bergen. Dieses Gebirgsmassiv liegt zwischen Cobán und dem Chixoy Fluss und umfasst 200 km2 Primärwald. In Sacranix hat man die seltene Gelegenheit, während einer Wanderung entlang des Höhengradienten den Übergang von Nebelwald (1800 m) zu Tiefelandsregenwald (400 m) zu beobachten. Mehr als 300 Vogelarten wurden bisher in den Sacranix Bergen nachgewiesen (Eisermann 2001, unveröff. Beob.).

Die Vögel zeigen die Veränderung des Waldes an. Im Nebelwald in 1600 m Höhe hört man frühzeitig überall die Pfiffe und das Flügelknattern der Schluchtenguane (Penelopina nigra), und der wunderschöne Gesang des Schieferklarinos (Myadestes unicolor) ist der auffälligste des Morgenkonzerts. Plötzliche Rufe des Quetzals (Pharomachrus mocinno) werden Sie veranlassen, diesen Juwel im feuchten Grün zu suchen. Lärmende Gruppen des Blaukappenhähers (Cyanolyca cucullata) ziehen durch den Wald. Die traurigen Rufe des Blaukappenorganisten (Chlorophonia occipitalis) aus der Kronenschicht sind weit zu hören. Einsiedlerzaunkönige (Henicorhina leucophrys) singen im Duett im dichten Unterwuchs. Unauffälligere, aber häufige Arten des Nebelwaldes sind Gilbufertyrann (Empidonax flavescens), der Brillenkreisschnabel (Rhynchocyclus brevirostris) und der Augenring-Fliegenstecher (Zimmerius villisimus). Der Schuppenkehl-Blattspäher (Anabacerthia variegaticeps) und der Larvenwaldsänger (Myioborus miniatus) schließen sich häufig den von der Finkenbuschtangare (Chlorospingus ophthalmicus) geführten mixed-species flocks an. Die Grünkehlnymphe (Lampornis viridipallens) ist der häufigste Kolibriart dieses Nebelwaldes.

Bergab wandernd werden Sie in 1200 m Höhe eine Veränderung feststellen. Die Bäume sind nicht mehr moosbeladen und andere Stimmen sind zu hören.
Nebelwald
Im Nebelwald. Foto/©: K. Eisermann.
Karminameisentangare (Habia rubica), Schwalbenorganist (Euphonia hirundinacea), Zuckervogel (Coereba flaveola), und Olivbaumsteiger (Sittasomus griseicapillus) sind einige der typischen Tieflandsarten, welche in dieser Höhenzone die obere Verbreitungsgrenze erreichen. Der Waldzaunkönig (Henicorhina leucosticta) kommt hier zusammen mit seiner Schwesterart, dem Einsiedlerzaunkönig aus dem Nebelwald vor. Durch den Übergang zwischen verschiedenen Vogelgemeinschaften ist die Höhenlage um 1200 m ist sehr artenreich. Den Schieferameisenschlüpfer (Myrmotherula schisticolor) kann man hier oft in gemischten Artengruppen beobachten. Auch der Azurnaschvogel (Cyanerpes lucidus) wurde nachgewiesen.

Weiter bergab steigt die Temperatur und die Vogelwelt wird mehr und mehr von Arten des Tieflandsregenwaldes geprägt. In 600 m Höhe werden Sie eine typische Vogelgemeinschaft des Atlantischen Tieflandes finden. Aber einige Arten des Nebelwaldes, wie der Schieferklarino und die Finkenbuschtangare sind noch anwesend, jedoch in geringerer Dichte. Große Papageien (Amazona spp.) wurden in Sacranix nicht nachgewiesen.

Unterkunft: Wir schließen Sacranix (Nebelwald) nur als Ganztagesexkursion von Cobán aus in unsere Touren ein. Aber wir können gern eine spezielle 4-Tages Vogelbeobachtungs-Wanderung organisieren. Die Gesamtstrecke beträgt ca. 40 km. Die Tour ist anstrengend und erfordert etwas körperliche Fitness. Camping in kleinen Q’eqchi’ Siedlungen. Back to Top

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Sacranix? April bis Juni, Hauptbrutzeit mit enormer Aktivität und Vogeldichte.

Wie unterstützen Sie den Naturschutz in Sacranix? Mehrere NRO’s arbeiten zusammen mit den kleinen Maya Q’eqchi’ Gemeinden um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern mit dem Ziel der Walderhaltung. Mit Ihrem Besuch erhält die waldbesitzende Gemeinde und unser lokaler Führer ein Einkommen. Dies demonstriert die Bedeutung des Waldes als alternativen Einkommensquelle. Für nähere Informationen über Naturschutzarbeit besuchen Sie bitte die Website von ROEVAL-RAXMU www.proeval-raxmu.org Back to Top

Quellen

Eisermann, K. (2001): Reporte de avance: investigaciones de la avifauna de las regiones Ik'bolay, Guaxac y Sacranix, Alta Verapaz. Unpub. report, Proyecto Eco-Quetzal, National Fish and Wildlife Foundation, Cobán.


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