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| Gürtelfischer Ceryle alcyon. Foto/©: Knut Eisermann. |
Vogelbeobachtung in Monterrico.
Das Naturschutzgebiet Monterrico wurde zum Schutz der Mangroven und der Meeresschildkröten eingerichtet. Die Unterstützung der Populationen der Meeresschildkröten ist seit Jahren ein große Herausforderung. Die Hauptgefährdung geht von der Sammlung der Eier durch die lokale Bevölkerung aus. Umweltbildung in den Gemeinden sowie ein intensiver Dialog zwischen Naturschützern und der Bevölkerung haben zu einem Kompromiss geführt. Die Bewohner haben zugestimmt, 10% der gesammelten Eier an das lokale Naturschutzzentrum der San Carlos Universität abzugeben. Dort werden die Eier erbrütet, überwacht durch geschultes Personal. Wenn die Schildkrötenbabies schlüpfen, wird vom Naturschutzzentrum ein Wettlauf organisiert, bei dem Touristen durch einen Wetteinsatz die Patenschaft für eine Schildkröte während der ersten Schritte bis zum Meer übernehmen können. Der Pate dessen Schildkröte das Meer zuerst erreicht, gewinnt ein Abendessen im Restaurant, welches die Schirmherrschaft über das Rennen an diesem Tag inne hat. Auf diese Weise wird versucht die Populationen der Meeresschildkröten auf einem natürlichen, gesunden Niveau zu halten.
Die Mangroven Monterricos haben sich entlang eines parallel zur Küste verlaufenden Gewässersystems hinter der Stranddüne entwickelt. Der Mangrovensumpf reicht bis zu 4 km ins Landesinnere. Die Mangroven stellen eine Lebensgrundlage vieler Arten dar. Meeresgarnelen und Fische dringen zur Eiablage bis in die flachen, brackigen Riedsümpfe vor. Deren Larven sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für viel Wasservögel, wie Nashornpelikane (Pelecanus erythrorhynchos), Silberreiher (Egretta alba), Waldstörche (Mycteria americana), Rosalöffler (Ajaia ajaja), Blaureiher (Egretta caerulea), Schneesichler (Eudocimus albus), Gelbstirn-Blatthünchen (Jacana spinosa), um nur einige zu nennen.
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| Tausende Silberreiher Egretta alba versammeln sich zur Zugzeit in den Riedsümpfen von Monterrico. Foto/©: Knut Eisermann. |
Monterrico wartet auch mit einem sehr kontrastierenden Habitat auf, einem Trockenbusch, welcher sich entlang der Küstendüne entwickelt. Vögel wie der Langschwanzhäher (Calocitta formosa), der Rotnacken-Zaunkönig (Campylorhynchus rufinucha), die Rostschwanzammer (Aimophila ruficauda), der Brauenmotmot (Eumomota superciliosa), das Inkatäubchen (Columbina inca) oder der Weißbauchguan (Ortalis leucogastra) können dort beobachtet werden.
Unterkunft: Während unserer Reisen werden Sie im Hotel ’Pez de Oro‘ wohnen, welches komfortable Bungalows mit Doppelbettzimmern, privatem Bad, Lüfter und Schwimmbecken hat. Das angeschlossene Restaurant gilt als eines der besten von Monterrico.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Monterrico? Jede Jahreszeit ist wunderbar für Exkursionen in den Sümpfen. Für Vogelbeobachtungen sind die Monate September bis Mai am besten, da die Sümpfe voller Zugvögel sind.
Wie unterstützen Sie Naturschutz und Entwicklungshilfe in Monterrico? Auf unseren Exkursionen in die Sümpfe arbeiten wir mit dem lokalen Kleinunternehmen ‘Iguana Tours’ zusammen, deren Mitarbeiter vorzügliche Kenner der Kanäle und Flachgewässer sind und Boote bereitstellen. ‘Iguana Tours’ ist eine Vereinigung von Naturwächtern und Einheimischen. Das Unternehmen war Anfangspunkt vieler lokaler guides, welche heute unabhängige Führer vielen Touristen die Mangrovensümpfe zeigen. Auf dieses Weise wurde eine alternative Einnahmequelle geschaffen, welche die Überfischung der Inlandsgewässer etwas bremst.